Patricia Kopatchinskaja wurde in Moldavien geboren, dem weinbauenden Land zwischen Rumänien und der Ukraine. Beide Eltern sind Musiker. Sie studierte Komposition und Violine in Wien und Bern (u.a. mit E.Tschugaeva und Igor Ozim). Im Jahr 2000 gewann sie den Internationalen Henryk Szeryng-Wettbewerb in Mexico, 2002 den hochdotierten "International Credit Suisse Group Young Artist Award". 2002/3 vertrat sie Österreich in der Konzertserie "Rising Stars" mit Auftritten in vielen Weltmetropolen. 2004 wurde ihr der "New Talent - SPP Award" der European Broadcasting Union (EBU) verliehen und 2006 der "Förderpreis Deutschlandfunk". Die Recital-CD mit Fazil Say (Naive) erhielt 2009 einen "Echo-Klassik"-Preis. Die neue CD mit Beethovens Gesamtwerk für Violine und Orchester gewann den BBC-Music Magazine Award 2010 (orchestral category) und wurde vom amerikanischen Musikmagazin The STRAD als beste "authentische" Version bezeichnet.
Patricia Kopatchinskaja war Solistin mit führenden Orchestern (u.a. Wiener Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Mozarteum-Orchester Salzburg, Philharmonia Orchestra London, Deutsches Symphonieorchester Berlin, Staatskapelle Berlin, SWR-Radiosymphonieorchester Stuttgart, Deutsche Kammerphilharmonie, Orchestre des Champs-Elysées, Orchestre Philharmonique de Radio France, Bergen Philharmonic, Finnisches Radio-Symphonieorchester, Orchestra Verdi Milano, Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau, Russisches Staatliches Symphonieorchester, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Tokyo Philharmonic) und Dirigenten (u.a. Arming, Ashkenazy, Boreyko, de Billy, Casadesus, Eötvös, Fedoseyev, Goodman, Griffiths, Herreweghe, Jansons, Philippe Jordan, Neeme und Paavo Järvi, Kim, Langrée, Liebreich, Litton, Manacorda, Marin, Nelsons, Norrington, Oramo, Penderecki, Petrenko, Russell Davies, Schiff, Skrowaczewski, Volkov). Sie hat in bedeutenden Konzertsälen gespielt, u.a. Carnegie Hall und Lincoln Center New York, Musikverein und Konzerthaus Wien, Mozarteum Salzburg, Berliner und Kölner Philharmonie, Gasteig München, Tonhalle Zürich, KKL Luzern, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall und Royal Festival Hall London, Moskauer Konservatorium, Sidney Opera House, Suntory Hall Tokyo.
Patricia Kopatchinskaja ist oft Gast an internationalen Festspielen, beispielsweise Lucerne Festival, Menuhin-Festival Gstaad, Montreux Jazz Festival, Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Wien Modern, Festival de Radio France et Montpellier.
Klavierpartner sind Polina Leschenko, Fazil Say, Mihaela Ursuleasa und Henri Sigfridsson. Mit ihm und Sol Gabetta spielt sie ab und zu Klaviertrio.
Höhepunkte 2010/11 sind u.a. die Mitwirkung am Konzert zum 80-jährigen Jubiläum des Tschaikowski-Symphonieorchster in Moskau, die Australien-Tournée als Leiterin und Solistin mit dem Australian Chamber Orchestra sowie die erneute Teilnahme an den Festivals von Salzburg und Gstaad. Überdies freut sich Patricia Kopatchinskaja besonders auf das Beethoven-Konzert mit Sir Roger Norrington und mit Sakari Oramo und auf das Eötvös-Violinkonzert mit dem Komponisten am Dirigentenpult.
Die Diskographie enthält drei CD's bei NAIVE: ein Recital mit Fazil Say, das neue Violinkonzert von Fazil Say und alle Werke Beethovens für Violine und Orchester mit dem Orchestre des Champs Elysées und Philippe Herreweghe. Frühere CD's dokumentieren Werke der Zeitgenossen Matthias Arter, Johanna Doderer, Nikolai Korndorf, Gerd Kühr, Gerald Resch, Dmitri Smirnov, Boris Yoffe und Otto Zykan.
Patricia Kopatchinskaja komponiert gelegentlich selber und sie hat die Gabe, zeitgenössische Musik publikumswirksam zu machen: Sie spielte zahlreiche Uraufführungen, darunter die für sie geschriebene Violinkonzerte von Johanna Doderer, Faradj Karajev, Gerd Kühr, Gerald Resch, Fazil Say, Jürg Wyttenbach und Otto Zykan. Auch Richard Carrick, Violeta Dinescu, Michalis Economou, Ludwig Nussbichler, Ivan Sokolov, Boris Yoffe und viele andere haben ihr Werke gewidmet. Sie improvisiert auch gerne solo oder mit anderen (z.B. Barry Guy, Burhan Öçal, Fazil Say oder Mahmoud Turkmani). Patricia Kopatchinskaja spielt eine von Giovanni Francisco Pressenda 1834 gebaute Geige, gemäss dem amerikanischen Musikmagazin The STRAD "ein farbenreich klingendes Instrument, dessen Viola-ähnliche Qualität ihrem Spiel ein ausserordentliches tonliches Interesse verleiht". Patricia Kopatchinskaja ist good-will Botschafterin der Stiftung "Terre des Hommes" und unterstützt damit speziell Hilfsprojekte für notleidende Kinder in Moldavien.
Weitere Informationen auf der Website: www.patriciakopatchinskaja.com.
Stand 5/2010. Bitte verwenden Sie keine älteren Versionen.