Franz Joseph Haydn (1732 - 1809): Streichquartett D-Dur op. 1 No. 3, Hob. III/3
Adagio
Menuet
Scherzo: Presto
Menuet, Trio
Finale: Presto
Haydn - der Erfinder des Streichquartettes - hier bei seinen ersten Gehversuchen in dieser Gattung. Der erste Satz "Adagio" steht eigentlich noch ganz in der Tradition der barocken Triosonate, wie wir sie von Corelli, Bach, Händel bis Gluck kennen, - süsse Zweistimmigkeit über einem ruhig schreitenden Bass.
Im Trio zum ersten Menuett werden Wendungen aus einem Barytontrio zitiert mit der charakteristischen Abwechslung von gezupften und gestrichenen Tönen. Haydns Brotherr Esterhazy spielte ja selber das Baryton, eine durch Mitschwingsaiten angereicherte Bassgambe, die gestrichen und gezupft wurde und Haydn hat dafür über dreihundert mehrsätzige Kompositionen geschrieben.
Im Trio des langsameren zweiten Menuetts spielt die erste Geige im Wesentlichen langsame Tonleitern, ein Einfall der auch in einem der Barytontrios zu finden ist.